artoscript
Berliner Kulturnotizen aus Theater, Oper und Konzert





Wozu das alles ?

Meine Texte sind Ausdrucksübungen. Ich will möglichst treffend beschreiben, was ich tatsächlich sehe und höre, wie das auf mich wirkt und was ich dabei empfinde. Das bedeutet umgekehrt, dass ich weder den Intentionen eines Regisseurs über Gebühr nachspüre noch den Zwang akzeptiere, mir beim Bühnengeschehen gefälligst selbst eine tiefgründige Deutung zu erarbeiten. Ebensowenig ist es meine Absicht, Umfang und Ausmaß meiner Bildung vor den Lesern auszubreiten. Stattdessen liegt mir an genauer Beobachtung, wobei ich mich bemühe, auch die Begleitumstände in meine Notizen einfließen zu lassen.

Maximen:

Beobachte genau und schildere zutreffend. Vermeide Übertreibungen, Manierismen und Wiederholungen. Sei Chronist, nicht Laudator. Sei niemandes Handlanger.


Zur Technik der Berichte:

Die Notizen von musikalischen Ereignissen entstehen in einem Verfahren, das ich "Real Time Protocol" genannt habe. Das bedeutet, sie werden nicht post festum aus der Erinnerung geschrieben, sondern die Höreindrücke werden während des Konzerts in Stichworten auf dem iPad notiert. Später wird der Text nur noch ausformuliert.